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Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1954, bekannt unter „Das Wunder von Bern“, trat in der Nachkriegszeit der Fußball als Sportart in den Vordergrund. Überall wann und wo es möglich war, wurde gekickt.

Somit war es auch nicht verwunderlich, dass etliche Neuweierer Fußballer die in den umliegenden Vereinen spielten, sich aufmachten in Neuweier einen Fußballclub zu gründen. Damit man an der Spielrunde teilnehmen konnte, wurde am 27.06.1957 im Gasthaus Rebstock in Neuweier der FC Neuweier offiziell gegründet und anschließend dem Verband gemeldet.

Für die zu wählende Vorstandschaft wurden damals die anwesenden Spieler oder Personen bestimmt. So wurde der damals 24- jährige Josef Seifermann zum 1. Vorsitzenden bestimmt. 2. Vorsitzender wurde Alfons Moser, Kassier Werner Knopf und Schriftführer der damals 19- jährige Wolfgang Huber, der bis vor kurzem noch in der Vorstandschaft als Platzkoordinator sehr eifrig tätig war. Der Jahresbeitrag wurde mit 4 DM festgelegt.

Alle Trikots und Bälle wurden von den jungen Spielern selbst bezahlt. Dass es dann auch zu einem geregelten Spielbetrieb kam, verdankte man nicht zuletzt Alois Meier und Hubert Fritz.

Natürlich verlief zu Beginn nicht alles so rund wie erhofft und so wurde kurzerhand mit großer Beihilfe des damaligen Bezirksobmannes Herrmann Schurr aus Varnhalt, 4 Monate später die Vorstandschaft professioneller gestaltet.

Die erste ordentliche Generalversammlung fand am Samstag den 08.08.1959 im Rebstock in Neuweier statt. Der damalige Schriftführer Albert Blödt war sehr rege und penibel in seinen Ausführungen und Aufzeichnungen. Ich glaube jeder Romanschreiber würde dabei vor Neid erblassen.

Lassen Sie mich kurz  einige Gegebenheiten aus den Anfangszeiten erwähnen:

  • Eine Beschwerdeeingabe beim Bezirksvorsitzenden über halb erfrorene und vor Dreck nicht erkennbaren Spielern.
  • Einen Brief an den „Hoch ehrwürdigen Pfarrer aus Neuweier“, in dem 11 Spieler genannt wurden, die nicht an der Christenlehre am Sonntag teilnehmen könnten.
  • Eine Anfrage beim Verband zur Beihilfe für 5 Autos voll Sand für die Einebnung des Sportplatzes in Steinbach.
  • Die Beschwerde über einen Schiedsrichter Sparn, der nicht immer den Durchblick hatte und die „Dreckichkeit“ besass, lieber mit Zuschauern rumzuhändeln als sich um die gefoulten Spieler zu kümmern. Später gab man dann noch mit Nachdruck bekannt, da ein weiteres Spiel mit dem selben Schiedsrichter angesetzt worden war, es vielleicht doch nicht so gut wäre diesen Schiedsrichter einzusetzen, denn der Spieler Willi Hörth der im Vorrundenspiel mit Gehirnerschütterung 3 Wochen im Städtischen Krankenhaus lag sei wohl vor dem Spiel sehr aufgeregt und er würde vielleicht über die Stränge schlagen, sollte kein geeigneter Schiedsrichter anwesend sein.  
  • Weiter gab es einen Schiedsrichterbericht eines Herrn Greis, der sich darüber beklagte, dass zu einem Spiel gegen Neusatz von beiden Mannschaften nur jeweils 8 und 9 Feldspieler angetreten waren, er aber während des Spiels 3 oder 4 Spieler wegen unsportlichem Verhalten, vom Platz stellten musste und nach Spielende feststellte, dass man aus seinem abgestellten Moped, die Luft aus beiden Reifen, abgelassen hatte.

Die ersten Gehversuche des neu gegründeten Vereins fanden auf dem Sportplatz des FC Varnhalt in der Kummerstung statt, ehe man 1959 den Sportplatz der Steinbacher Kirchengemeinde über der B3 in Steinbach in Beschlag nahm. Umgezogen, gewaschen oder geduscht hat man sich damals in Steinbach im Gasthaus Hirsch, in Neuweier im Rebstock oder bei Konrad Meier in Neuweier.

Einige Jahre später fanden die Spieler im Eckboschstadion, wiederum auf Varnhalter Sportgelände, ihre neue Heimat.

Der erste Antrag zur Errichtung eines eigenen Sportplatzes im Lepertsacker in Neuweier wurde bereits im November 1961 gestellt. Im Juni 1976 erhielten wir dann auf dem ehemaligen Festplatzgelände zwischen Steinbach und Neuweier endlich den eigenen Sportplatz. Da es hier noch kein Clubhaus gab, haben sich die Akteure in der Schule in Neuweier umgezogen und geduscht.

Zwischen 1978 und 1982 wurde unter großem Arbeitseinsatz in Zusammenarbeit mit dem Turnverein Neuweier das Clubhaus im Finkengarten errichtet. Nach über 25 Jahren sind dann dringende Instandsetzungsarbeiten notwendig geworden. Dazu gehörte die Sanierung des Flachdaches über dem Kabinentrakt, das mit einem Satteldach wetterfest gemacht wurde.

2001 konnte man unter großen finanziellen Anstrengungen zusammen in Kooperation mit der Südbadischen Sportschule Steinbach den neuen Rasenplatz einweihen. Seit 2011 gibt es auch einen modernen Kunstrasenplatz anstelle des alten Hartplatzes, wiederum Dank der Südbadischen Sportschule Steinbach.

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